Pressemitteilung des Presse- und Informationsamtes der Berliner Landesregierung vom 20.04.2026:

 

Im Bereich des Melde-, Pass- und Ausweiswesen steht den Berlinerinnen und Berlinern ab sofort eine neue Online-Dienstleistung zur Verfügung: Die Eintragung von sogenannten Übermittlungssperren im Melderegister kann nun auch online erledigt werden. Auf diese Weise können in Berlin gemeldete Personen der gesetzlich geregelten Weitergabe von Meldedaten an Dritte widersprechen.

Das neue Online-Verfahren ermöglicht es, solche Übermittlungssperren binnen weniger Minuten einzurichten. Durch die Automatisierung dieses Prozesses entfallen die manuellen Schritte für Berlinerinnen und Berlin und auch seitens der Bürgerämter.

Die Online-Statusabfrage für hoheitliche Dokumente wurde zeitgleich ebenfalls modernisiert. Dadurch ist es künftig viel einfacher möglich, den Bearbeitungsstand von Ausweis-Dokumenten online abzufragen. Neu ist unter anderem, dass der Status in Echtzeit abrufbar ist – man kann also live verfolgen, wo ein bestimmtes Dokument liegt. Das ist zum Beispiel bei Express-Reisepässen relevant, die zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigt werden. Außerdem wird die Möglichkeit geboten, eine Mail-Adresse nachträglich zu hinterlegen. So werden Bürgerinnen und Bürger automatisch benachrichtigt, sobald das beantragte Dokument abholbereit ist.

Mit der nun in Betrieb gegangenen Eintragung von Übermittlungssperren sind jetzt mehr als 450 Dienstleistungen der Berliner Verwaltung online verfügbar.

Matthias Hundt, Staatssekretär für Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung sowie CDO des Landes Berlin: „Der Go-Live der digitalen Eintragung von Übermittlungssperren leistet einen ganz wesentlichen Beitrag zur schnellen Hilfe von Personen, die auf den zeitnahen Schutz ihrer Privatsphäre angewiesen sind. Früher dauerte es Tage oder gar Wochen, bis Meldedaten gesperrt waren. Nun geht das binnen weniger Minuten. Ich freue mich auch darüber, dass durch die Vorbereitungen für die nun live gegangenen Dienstleistungen bereits die Grundlagen gelegt wurden, zeitnah weitere digitale Verwaltungsleistungen in Betrieb zu nehmen.“